Der „Heartbreak Club“ vom Jungen Theater Göttingen begeistert
Die Premiere der 10. Musikshow war ein voller Erfolg
Göttingen) „All you need is love“ - keine Emotion wird so oft und gern besungen wie die Liebe. Diese leidenschaftliche Hingabe, verbunden mit einem Schmetterlingsschwarm im Bauch und Herzflattern, wer kennt es nicht? Für das Junge Theater in Göttingen Grund genug für einen ganzen musikalischen Abend unter dem vielversprechenden Namen „Heartbreak Club“. Die 26. ausgewählten Lieder beinhalten alle Spielarten der Liebe. Mal sanft vorgetragen, dann wieder voller Power, laut und schrill: Von Frank Sinatra über Joe Cocker, Echt und Justin Bieber bis hin zu Lady Gaga und Herbert Grönemeyer - für jeden Geschmack ist etwas für die Ohren dabei.
Es ist bereits die 10. Musikshow in 11 Jahren, die in der Bürgerstraße 15 auf die Bühne gebracht wird. Die Premiere war ein voller Erfolg und riss das Publikum von den Stühlen. „Anfangs hatten wir 200 Songs auf unserer Liste, die Auswahl fiel uns nicht so leicht. Am 12. Januar fingen wir mit den Proben an, die Band begann schon etwas früher. Wir möchten unseren Zuschauerinnen und Zuschauern ein Crossover durch die verschiedenen Musik-Genres bieten, keinen Karaoke-Abend“, berichtet Tobias Sosinka, Geschäftsführer vom Jungen Theater und verantwortlich für die Inszenierung sowie Ausstattung.
Je zwei engagierte Solistinnen und Solisten sowie eine eingespielte Band - mehr braucht es nicht für einen tollen Abend voller Musik und Gesang. Ronja Politz, Thyra Uhde, Fynn Knorr und Klemen Orter sieht man den Spaß beim Singen und Vortragen förmlich an. Reich an Tempo und stets voller Hingabe mit viel Gefühl - jede und jeder für sich hat ihren beziehungsweise seinen ganz speziellen, großartigen Moment auf der Bühne. Nicht zu vergessen die Band: Nicht erst seit The Police, Motörhead oder Die Ärzte ist bekannt, dass für einen satten Klang nicht mehr als drei Könner an den Instrumenten (Gitarre, Bass und Schlagzeug) nötig sind. Sebastian Strzys, Marius Prill und Tobias Holtkamp machen ihre Sache richtig gut und sorgen mit dafür, dass die zwei Stunden und 20 Minuten andauernde Show inklusive Pause viel zu schnell vorüber geht. Auf ein überbordendes Bühnenbild wird verzichtet. So ist und bleibt der Blick auf das Wesentliche fokussiert. Das bunte, quirlige Treiben auf den Brettern, die die Welt bedeuten, steht im Mittelpunkt.
„Wenn alles gut läuft und die Show vom Publikum weiterhin gut angenommen wird, kann unser „Heartbreak Club“ ein bis eineinhalb Jahre laufen. Dabei hilft auch der relativ kleine Raum, den wir hier haben. Der Klang lässt sich super mischen“, freut sich Tobias Sosinka über den schönen Erfolg. Die ausverkaufte Premiere war jedenfalls schon einmal ein entsprechender Fingerzeig für die Zukunft. Karten für die folgenden Veranstaltungen gibt es zu den Öffnungszeiten der Theaterkasse und auf www.junges-theater.de. Die nächsten Aufführungen finden am 13. und 28. März jeweils um 20 Uhr statt.
Ralf Gießler
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