Kleinkunst im Südharz: Was für ein Spektakel im „Spektakeltal“
Das Straßenkunst- und Zirkusfestival verzauberte sein Publikum.
Sieber/Scharzfeld) Bereits zum fünften Mal bezauberte das „Spektakeltal“ sein Publikum. Das Straßenkunst- und Zirkusfestival fand traditionell an zwei verschiedenen Standorten im Südharz statt und versprach. kurzweilige Stunden voller Magie, Comedy, Artistik und Feuerkunst. Fünf hochkarätige Profis aus der Kleinkunst- und Streetartistic-Szene konnten die Organisatoren für sich gewinnen. Manche traten erstmalig im Harz auf. Anders als im vergangenen Jahr führten mit Soleil und Luca Spins zwei „Externe“ gekonnt durch die Vorstellungen. Beide sollten jeweils zum Ende der Veranstaltungen noch für einen besonders spektakulären Höhepunkt sorgen, doch dazu später mehr.
Den Auftakt machte am 22. August das „Paradies“ in Sieber. Einen Tag später wurde die gleiche Show im „Harzer Hof“ in Scharzfeld aufgeführt. Der erste Künstler, der die Freiluftbühne betrat, war „DjuggleDy“ - auch als „El Diabolo“ bekannt. Der aus Berlin-Kreuzberg stammende und mehrfach preisgekrönte Diabolo-Jongleur ist seit vielen Jahren weltweit unterwegs und hatte von Beginn an einen guten Draht zum Publikum. Er begeisterte mit seinem Können, seine „Berliner Schnauze“ sorgte für etliche Lacher.
„Anima Company“ als zweiter Act hatte wohl den weitesten Weg auf sich genommen. Die aus Argentinien stammende Künstlerin befindet sich zur Zeit auf Europa-Tournee und wurde extra aus Brüssel in den Südharz eingeflogen. Es war lustig anzusehen, wie ihre drei Puppen - ein älterer Herr namens Simón, eine Katze und eine Ratte - zum Leben erweckt wurden und über die Bühne stiefelten, um die Zuschauer zum Lachen zu bringen. Ihre Marionetten-Performance „The Simón Show” - einfach bezaubernd.
Als Nächstes folgte mit „Sir Adam“ der Hausherr selbst vom „Paradies“. Bevor es ans Zaubern ging, erklärte „Sir Adam“, warum ihn die Kleinkunst so fasziniert. Sie ermögliche ihm, für einige Stunden die „normale Welt“ zu verlassen, um sich ganz ohne Sorgen der Phantasie hinzugeben. Mit seiner Karten-Illusionsshow „what i like about magic - from herzberg to vegas“ verblüffte er nicht nur das Publikum. Auch die Damen, die mitzauberten und der Harz Kurier-Reporter, der ebenfalls „mitmischen“ durfte, fragten sich im Anschluss: Wie hat er das nur gemacht?
Gilad Shabtay setzte als „The Ambiguous Vagabond“ als Nummer vier des Abends einen weiteren tollen Akzent. Als liebenswerter Vagabund machte der Zirkuskünstler und Komiker nicht nur lustige Faxen auf der Bühne, sondern glänzte darüber hinaus durch sein artistisches Können. Klasse seine Darbietung, wie er auf einem Rollenbrett mit Fackeln und Messer jonglierte und dabei Mundharmonika spielte.
Zum Ende der Abende wurde es im wahrsten Sinne des Wortes nochmals richtig heiß. Die Moderatoren Soleil und Luca Spins tauschten nun ihre Mikrofone gegen brennende Fackeln und zeigten eine temporeiche und atemberaubende Feuershow. Ein feuriges Spektakel, perfekt passend zum „Spektakeltal“. Luca ist übrigens in Kürze bei „Juessee in Flammen“ mit einer LED-Show zu sehen. Die Veranstalter verkündeten schon jetzt, dass es in 2027 erneut ein „Spektakeltal“ geben wird. Das genaue Datum im August könne man dann unter www.paradie.so und www.hotel-harzerhof.de einsehen.
Ralf Gießler
(Fotograf und Videos: Ralf Gießler)









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